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Alternatives Gedenken zum Volkstrauertag in Potsdam

Am 14. November 2010 luden die Potsdamer Ortsgruppe der VVN-BdA und die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär zu einer alternativen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag ein. In der Einladung hieß es:

Die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Potsdam und des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Volkstrauertag wird auch 2010 unter Ausschluss von Zeitzeugen stattfinden. Am Sonntag, dem 14.11.10 werden stattdessen Ministerpräsident Matthias Platzeck und der niederländische Botschafter Marnix Krop in der Trauerhalle des Neuen Friedhofes sprechen.

Die Potsdamer Ortsgruppe der VVN-BdA und die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär kritisieren die städtische Gedenkpolitik am Volkstrauertag. Wir sind der Auffassung, dass an diesem Tag nicht staatliche Repräsentanten stellvertretend für ganze Staaten, Nationen und Opfergruppen trauern sollten. Vielmehr sollte das Wort den Opfern von und den Kämpfer/innen gegen Faschismus und Krieg gehören. Auch 2010 werden wir parallel zum offiziellen Gedenken eine eigene Gedenkveranstaltung durchführen. In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden, Zeitzeug/innen zu finden, denen die Teilnahme an unserer Gedenkveranstaltung gesundheitlich noch zumutbar ist. Daher sind wir besonders froh, dass wir mit Inge Maja Weiße eine Persönlichkeit für die Gedenkrede gewinnen konnten, die noch aus eigenem Erleben über Krieg und NS-Verfolgung berichten kann. So sollen die in Potsdam seit Jahren ausgegrenzten Zeitzeug/innen weiterhin eine Stimme erhalten.

Ca. 20 Teilnehmer fanden sich am Denkmal für die in Potsdam gestorbenen Zwangsarbeiter auf dem Neuen Friedhof ein. Nach Begrüßung und musikalischer Eröffnung redete Inge Maja Weiße. Sie berichtete über ihr antifaschistisches Elternhaus und über ihre eigenen Erlebnisse im Krieg. Als achtzehnjähriges Mädchen erlebte sie in Berlin, was der von Deutschland begonnene Krieg für die Zivilbevölkerung bedeutete. Sie und Ihre Mutter wussten, ein Sieg der Sowjetischen Armee bedeutete Befreiung und die Möglichkeit für einen Neuanfang. 40 Jahre DDR bedeuteten für sie auch 40 Jahre Antifaschismus. Jetzt muss der Verfälschung von Geschichte und der Rückkehr von überwunden geglaubten Einhalt geboten werden.

Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!

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